Die Stadtentwicklung kommt nach Mülheim. Wir wohnen schon hier.
Wie die Mülheimia zur Kongress-Zeitung wurde – und beim Bundeskongress für Begeisterung sorgte

Eine Zeitung, lokal bis hyperlokal
Der Leitgedanke der Ausgabe steckt schon im Titel, den wir für die Startseite gewählt haben: „Die Stadtentwicklung kommt nach Mülheim. Wir wohnen schon hier.“ Auf 14 Seiten im Format DIN A3 haben wir dafür ein dichtes Programm zusammengestellt: von einem Werkstattgespräch zum Otto-Langen-Quartier mit Keynote-Sprecher Prof. Uwe Schneidewind bis zu einer Fotoseite, „Geförderte Orte, revisited“, mit Fotos von Inga Grönitz. Für den Artikel „Mülheim: Resilient gegen Gentrifizierung?“ hat Marita Odia die Schriftsteller:innen Maryam Aras und Selim Özdogan zu einer Lesung im Kulturbunker begleitet und ihre Eindrücke festgehalten.

Selim Özdogan und Maryam Aras im Kulturbunker Köln-Mülheim
Die Vision „Bauen wir ein 'Quartier für alle'“ von Eva Rusch wird ergänzt durch O-Töne von Geschäftsleuten aus der Keupstraße, eingeholt von Filiz Yildiz. Auf dem Titel eine Karte mit vier Spaziergängen durchs Quartier, die wir insgesamt „Arena 0" nennen. Wer wollte, konnte außerdem beim Kongress-Bingo mit Original-Fachbegriffen aus der BBSR-Kongresspublikation mitspielen.
Gedruckt haben wir die Mülheimia erstmalig im Risoverfahren – in Blau und Fluo Pink, auf dem Titel ergänzt um Grün. Das Heft ist oben gelocht und zum Auslösen konzipiert: Jede Seite funktioniert auch für sich als eigenständiges Poster, das im Veedel hängen bleiben kann, wenn die Kongress-Zeitung selbst längst wieder eingepackt ist.
Die Resonanz hat uns besonders gefreut: Aufmachung und Gestaltung wurden vielfach als aussergewöhnlich und schön gelobt, und auch inhaltlich kam die Ausgabe sehr gut an – allen voran der Artikel „Lass uns ein Quartier für alle bauen“. Ein Highlight für uns: Keynote-Sprecher Prof. Uwe Schneidewind hielt die Zeitung während des Kongresses hoch und empfahl sie ausdrücklich als wichtige Initiative und Inspiration für innovative Stadtentwicklung – weil in ihr das steckt, was in vielen Fachpublikationen fehlt: Wissen von unten.

Prof. Uwe Schneidewind in seinem Keynote Speach
Die Postkarten: eine Bühne für Mülheims Kreativwirtschaft
Ein Element lag uns besonders am Herzen: die Postkarten-Beilage. Ein zusätzlicher fester DIN A3-Bogen, herausnehmbar, mit insgesamt acht Motiven im A6-Querformat zum Ausschneiden – gestaltet von Kreativen aus Mülheim.
Mit dabei waren Ich zeig dir was, Onkel Dose, WM Griffin, Alexandra Lenz Siebdruck, Wolfram Eberius, Gabriel Gerling, Eva Rusch, Inga Grönitz, – acht Positionen aus der Mülheimer Kreativwirtschaft, die auf diesem Weg ein Fachpublikum aus ganz Deutschland erreichten. Ein Bundeskongress ist eine seltene Gelegenheit, die Kreativwirtschaft eines Stadtteils sichtbar zu machen – nicht als Illustration am Rand, sondern als eigenständigen Teil der Publikation. Jede Postkarte, die nun per Post verschickt wird, trägt jetzt ein Stück Mülheimer Gestaltungskraft weiter – in eine Tasche, auf einen Schreibtisch, vielleicht sogar in ein anderes Bundesland.
Das Fazit des Kongresses
Die Mülheimia Kongress-Spezial hat gezeigt, wie wir arbeiten: schnell, gestalterisch eigenständig, tief im Stadtteil verankert – und offenbar mit einem Ergebnis, das auch fachlich überzeugt. Dass ausgerechnet eine Riso-gedruckte Stadtteilzeitung von der Bühne aus als Vorbild für innovative Stadtentwicklung empfohlen wird, bestätigt, was wir bei icon seit Jahren vertreten: Die besten Impulse für ein Veedel kommen oft von denen, die dort leben und gestalten.

V.l.n.r.: Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen der Bundesrepublik Deutschland, Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester und Moderatorin und Journalistin Anja Heyde
Die Zeitung jetzt online
Hier finden Sie die Zeitung als E-Paper: https://www.yumpu.com/de/document/read/71301567/mulheimia-kongress-special-2026

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