Die Stadtentwicklung kommt nach Mülheim. Wir wohnen schon hier.

Wie die Mülheimia zur Kongress-Zeitung wurde – und beim Bundeskongress für Begeisterung sorgte

Prof. Dr. Uwe Schneidewind mit der Mülheimia auf dem 19. Nationalen Stadtentwicklungskongress im Palladium, Köln-Mülheim

Eine Zeitung, die aus dem Veedel spricht

Der Leitgedanke der Ausgabe steckt schon im Titel, den wir für die Startseite gewählt haben: „Die Stadtentwicklung kommt nach Mülheim. Wir wohnen schon hier.“ Auf 14 Seiten im Format DIN A3 haben wir dafür ein dichtes Programm zusammengestellt: von Antworten aus dem Otto-Langen-Quartier über einen Faktencheck zur jüngeren Mülheimer Stadtentwicklung bis zu einer Fotoseite, die das Veedel im Vorher-Nachher zeigt, mit Beschreibungen von Marita Odia. Dazu kommen O-Töne aus der Nachbarschaft unter der Überschrift „Lass uns ein Quartier für alle bauen“. Auf dem Titel eine Karte zur Arena 0, unserer Walking-Route durch Stationen des Stadtteils. Wer wollte, konnte sogar beim Kongress-Bingo mit Original-Fachbegriffen aus der BBSR-Kongresspublikation mitspielen – mit einem gestaffelten Gewinnsystem bis hin zu einem Besuch bei icon riso love.

Gedruckt haben wir die Mülheimia, erstmalig im Risoverfahren – in Blau und Rot auf naturfarbenem Papier, den „Mülheimfarben“. Das Heft ist oben gelocht und zum Auslösen konzipiert: Jede Seite funktioniert auch für sich als eigenständiges Poster, das im Veedel hängen bleiben kann, wenn die Kongress-Zeitung selbst längst wieder eingepackt ist.

Die Resonanz hat uns besonders gefreut: Aufmachung und Gestaltung wurden vielfach als aussergewöhnlich und schön gelobt, und auch inhaltlich kam die Ausgabe sehr gut an – allen voran der Artikel „Lass uns ein Quartier für alle bauen“. Ein Highlight für uns: Keynote-Sprecher Prof. Uwe Schneidewind hielt die Zeitung während des Kongresses hoch und empfahl sie ausdrücklich als wichtige Initiative und Inspiration für innovative Stadtentwicklung – weil in ihr das steckt, was in vielen Fachpublikationen fehlt: Wissen von unten.

Die Postkarten: eine Bühne für Mülheims Kreativwirtschaft

Ein Element lag uns besonders am Herzen: die Postkarten-Beilage. Zwei zusätzliche A3-Bögen, herausnehmbar, mit insgesamt acht Motiven im A6-Querformat – gestaltet von Kreativen aus Mülheim. 

Mit dabei waren Ich zeig dir was, Onkel Dose, WM Griffin, Alexandra Lenz Siebdruck, Wolfram Eberius, Gabriel Gerling, Eva Rusch, Inga Grönitz, – acht Positionen aus der Mülheimer Kreativwirtschaft, die auf diesem Weg ein Fachpublikum aus ganz Deutschland erreichten. Ein Bundeskongress ist eine seltene Gelegenheit, die Kreativwirtschaft eines Stadtteils sichtbar zu machen – nicht als Illustration am Rand, sondern als eigenständigen Teil der Publikation. Jede Postkarte, die nun per Post verschickt wird, trägt jetzt ein Stück Mülheimer Gestaltungskraft weiter – in eine Tasche, auf einen Schreibtisch, vielleicht sogar in ein anderes Bundesland.

Das Fazit des Kongresses

Die Mülheimia Kongress-Spezial hat gezeigt, wie wir arbeiten: schnell, gestalterisch eigenständig, tief im Stadtteil verankert – und offenbar mit einem Ergebnis, das auch fachlich überzeugt. Dass ausgerechnet eine Riso-gedruckte Stadtteilzeitung von der Bühne aus als Vorbild für innovative Stadtentwicklung empfohlen wird, bestätigt, was wir bei icon seit Jahren vertreten: Die besten Impulse für ein Veedel kommen oft von denen, die dort leben und gestalten.

Ministerin Veren Hubertz, Oberbürgermeister Torsten Burmester, Moderatorin Anja Heyde